Mittwoch, 1. März 2017

Einstieg zur Birg am Kochelsee


Ich fand einen einfachen Aufgang zur grossen Birg (Karte) vor zwei Wochen (leider erst beim Runtergehn).

Man geht an der westlichen Seite der Birg entlang, vor bis zum Seeufer und dann ein paar Meter nach rechts, schon sieht man den Pfad zwischen den Buchenwurzeln, der steiler anfängt als er sich dann fortsetzt. 


Hochplateau nach Westen

Wer gern kraxelt, kann am Südspitz aufsteigen. Am südwestlichen Ende der Kletterwände geht es sehr steil durch Fels und Graswasen nach oben, der Einstieg ist markiert. 
Durch die westliche Wand führt ebenfalls ein Pfad, der ist nicht markiert und nicht ganz so gach, und zumindest aufwärts auch für Ungeübte gangbar. 
Beides sind aber keine Spazierwege! Man braucht die Hände und ein gutes Sohlenprofil, und am Südspitz auch noch die Zähne, um sich festzuhalten.

(Der vermeintliche Aufstieg an der nördöstlichen Seite am Seeufer führt m. E. direkt in Teufels Küche, von dort aus habe ich ihn nicht weiterverfolgt. Ausserdem ist dort Privatgrund, der Zugang also nur durchs Bachbett möglich)


und zum See hin

Es war endlich aper dort und man hat doch den besten Überblick, solange alles noch unbelaubt ist. Weisses Heidekraut blühte an den sonnigen Stellen, die Leberblümchen waren kurz davor, und gefroren oder rutschig war es nirgends mehr – was durchaus ein Thema ist, wenn man einen der steilen Aufstiege wählt.

Interessant fand ich diese Dreiecks- Höhle beim Blick von der 'Akropolis' nach Osten, auf die Felswand gegenüber:


Im oben angeführten Link ist eine gute Zusammenfassung zur Birg zu finden.

Wer sich für eine nähere Untersuchung des Ortes interessiert, dem sei das Buch "Vor- und Frühgeschichte in den Landkreisen Bad Tölz und Miesbach" von Uenze und Katzameyer empfohlen. Es ist leider nur noch antiquarisch erhältlich und beschreibt (als einziges?) die Grabungen und Funde dort in Vollständigkeit. 
Dem Buch liegt eine herausnehmbare topographische Karte der Birg in feinem Massstab (1:2500!) bei, auf der die befundeten Stellen eingezeichnet sind.

Es mag ein Glück sein, dass mit dem Ort, wissenschaftlich gesehen, eher schlampig umgegangen wurde. Er ist nicht wirklich 'erfasst', ist also noch frei, auch von Eso-Mystik und Kraftort- Zuschreibungen. 

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