Donnerstag, 10. Dezember 2015

10. Weit drüber und nah dran



Die Selbstähnlichkeit von alpinen Berglandschaften und -kristallen springt einen aus vielen Formen an, ist auch im Detail, in Nahaufnahme sichtbar. Oder gerade da.

Angelöste Quarze, die seit ihrer Entstehung chemisch und physikalisch schon einiges durchgemacht haben, zeigen öfter Ansichten von Alpen(tälern), wie sie auch von Luftaufnahmen stammen könnten.
Die Gebirge sind ja auch nur eine Momentaufnahme eines steten geologischen Prozesses, einer Natur, die hier sehr langsam gewaltige Formen hervorbringt mit Druck von unten und Erosion von oben, mit Gletschern, Wetter, Wassern und zuletzt mit Menschen.

Der abgebildete Kristall z.B. stammt von hier (Zinggenstock, Schweiz).

Eigentlich sollte hier die entsprechende Gegend auf googlemaps eingebunden sichtbar sein. (Moing vielleicht, ich bastel jetzt nicht noch länger, i brauch mein Schlaf.)

Quarze, die von Gletschern freigegeben werden, haben tatsächlich oft gletscherspaltenähnliche Strukturen, Risse, 'Eishöhlen', samt den typischen dunklen Ablagerungen darin, obwohl ihre Entstehungsgeschichte eine jeweils andere ist.*

Manche Kristalle aus der Schweiz oder dem Himalaya weisen dazu zarte Färbungen auf, meistens von Eisenoxiden. Die sind dann rosa, seltener bläulich, grünlich, manchmal orange-gelb.

(Wer schnell Bilder sehen mag, nach "etched quartz" oder gleich "Kullu quartz" googeln, grad unter den angelösten Quarzen vom Gletscher der indischen Kullu-Passhöhe sind rundum angelöste und sehr schöne und typische Individuen.)

*In den Quarz- 'Spalten' oder 'Höhlen' war ehemals weniger stabile Minerale, meist Calcit eingewachsen, die den weiteren Einflüssen auf den Kristall nicht standhielten, herausgelöst wurden und das reine Siliziumdioxid- Skelett hinterliessen.








(seltener findet man ein trabendes Schwein, das ein Herz auf dem Rücken trägt)

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