Montag, 8. Februar 2016

Drachentage


Ein Bild dazu von der Kogler Lack:
drübergehn - nicht mehr, 
reingehn - noch nicht.

Der Mars wandert derzeit über den Neptun der Mitte 1960er Geborenen –  und den deutschen Schicksalgrad 18-19° Skorpion (siehe dazu auch: Spica). 

Ich bin die Tage auch räumlich lieber fern der Herde und ihren Vorstellungsträgern. Mars über Neptun teilt die Nebel, löst Gespenster auf, die Wahrheit und Wirklichkeit verstellt hatten, DIE Zeit nehme ich gern persönlich. 

(Traditionell verbrenne ich mich bei Mars-Neptun, auf die ein oder andere Weise. Diesmal wars kochendes Wasser, das mir im Schwall aus dem Wasserkessel über die Hand sprudelte beim Befüllen einer Wärmflasche.
Das gute Cantharis, sofort eingenommen, liess die verbrühte Haut heil und nahm den Schmerz im Nu. Der Kessel aber, ein Erbstück, ungefähr so alt wie ich, gibt aufgrund seines verkalkten Ventils öfter mal kochendes Wasser im Schwall von sich. Mit dieser Lektion hat er wirklich ausgedient.)

Mars kann sich derzeit aus einer überreich befüllten Sozial-Munitionskiste bedienen, denn soviel gelogen und gebogen wie letztes Jahr, so geschminkt und geschönt war der Zeitgeist schon lange nicht mehr. 
Seitdem der Mars im Skorpion steht (3. Jan. 16), kondensiert das Verdrängte an Bauernopfern: ein Skorpionmars wirkt zerstörerisch auf Leben, das nicht aus der eingeborenen kollektiven Verflechtung, ihren Zeichen und Bezeichungen ("die" Flüchtlinge, Rechten, Linken, gejagten Frauen..., "der" arabische Mann etc.) rausgefunden hat.

Ich sag: Das wird nicht besser die nächsten Tage. Passts auf Euch auf im Sinne von: Sich nicht im common sense kategorisieren lassen (die Neigung dazu beginnt im Selbstgefühl), keine Vorstellungs- und Funktionsvorgaben bedienen; wahrhaben, wann, wie, wo man gewohnheitsmässig mit- und nachmacht oder sonstwie reflexhaft agiert.

'Man' muss/müsste/sollte erstmal garnix, bloss weil es gut ankommt, mit einer Be- oder Vergünstigung lockt, zwingend erscheint oder auch nur Usus ist, also massgeblich ist fürs Kollektiv – aber nicht fürs (eigene) Leben.

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