Montag, 19. Dezember 2016

Steinessenzen und -wässer


Vielleicht gibt es ja die Methode, einen Stein in ein Medium zu spielen, ohne den Stoff mechanisch aufzuschliessen - mir reicht es mittlerweile, meine gefunden zu haben, es sind ein paar.

Ich lasse mich von jedem Stück und jedem Vorgang inspirieren, die Zeiten ändern sich, die Wahrnehmung meiner Schätze dazu. Ich verreibe, von Schörl, Gold und Eisen abgesehen, keine Minerale mehr, der individuelle Stein oder Kristall bedeutet (mir) mehr als sein mineraler Charakter. Ausserdem nehme ich keinen Milchzucker mehr, sondern handelsüblichen, raffinierten Kristallzucker.

Was die mineralische Information angeht: Das geht bei naturkristallinen Oberflächen gut über ein Kondensat im Wasserdampf (Das Stück in einem Sieb oder mittels Stäbchen übers kochende Wasser plazieren).
Ich mache es so mit einigen Quarzen, Feldspäten und Graniten, beim Saphir, Rubin, Granat, Smaragd usw. (Es klappt nicht bei Diamant, da er sich von Wasser nicht benetzen lässt.) 


Diamant

Das Saphirwasser hat sich als blutzuckersenkend und entsäuernd (spürbar über Urin und Schweiss) erwiesen, ich würde es mit homöopathischem Phosphor oder Phosphorsäure vergleichen. Das Mineral selber ordne ich Jupiter- Neptun zu.

Amazonitwasser entspannt vegetativ bis zur Lethargie und senkt den Blutdruck. Die Feldspäte würde ich insgesamt der Venus zuordnen.

Der Smaragd resoniert fast wie homöopathisches Gold, nimmt die Last vom Schweren, macht innerlich ruhig und weit – und etwas weltfremd, er vertieft mehr das Eigene. 
Er wird auch gut durch Gold ergänzt, der uranische Diamant besser durch Platin.

(Ich werde die Essenzen nach und nach beschreiben, im Augenblick kommt noch ständig Neues dazu.)


Gold

Das Dynamisieren habe ich ein paarmal den hiesigen Bächen und der Isar überlassen.
Dazu gab ich das Medium, i.d.R. Wasser, zusammen mit dem Stein in ein gut verschlossenes Glas, Bruchschutz aussenrum, und das ganze mit einem Netz an geeigneter Stelle so ins Flusswasser versenkt, dass es dort zittern und pendeln konnte.

Der Nachteil dieser guten Methode sind die unfreiwilligen Flussopfer, die man dabei bringt. Wer jemals irgendeinen Kristall mit oder ohne Glas aussenrum an einem Isarstrand entdecken sollte: Herzlichen Glückwunsch! Das war mal meiner.
Und meinem Kristall vom Sonnblick wünsche ich weiterhin gute Reise und feinen Isarschliff.


Das Wasser für die Essenzen bereite ich immer gleich, wenn ich es nicht direkt vor Ort aus einer Quelle hole.
Dazu lasse ich unser gutes, mässig hartes Leitungswasser in einem dünnem Strahl über einen langen sechskantigen Stab aus Anthophyllit laufen, einem Tiefengestein.
Den entstehenden Wirbel fange ich an der Spitze auf. Das Wasser ist danach weich, hat einen süssen Geschmack und bleibt lange frisch.

Bevor ich ihn bekam, nahm ich dazu einen grobkörnigen schwarzweissen Granitkeil, der ursprünglich aus dem Bayrischen Wald, und örtlich aus einer Isar- Flussverbauung stammt.
Granite sind (mir) unter den Gesteinen das, was die Brennnessel unter den Pflanzen ist. Erdend, klärend, von Kopf bis Fuss zuständig, verkanntes Wunderzeug.

Hier ein steinheilkundlicher Aufsatz dazu.


Anthophyllit

von der russischen Halbinsel Kola, 
(dem Ort, an dem man versehentlich die Hölle angebohrt hat :)

Nachdem die Flussmethode mit soviel Schwund verbunden war, kam ich erst auf Schall, auf Töne und dann aufs Trommeln.
Wasser und Kristall kommen dazu in ein Gefäss, das Ganze wird mit rhythmischer Schwingung bespielt. Das geht, für eher zärtliche Naturen, auch direkt mit einem filzbewehrten Klöppel am Rand der Schale.

Ich habs lieber ungebremster und trommle mich daneben in eine leichte Trance, bis der Stein übernimmt. Der Zustand ist dem beim homöopathischen Verreiben ganz ähnlich, der Stoff bildert und spricht.
Grad das Eisen aus dem hiesigen Arzbach, in/auf Gestein und rostigen Brocken vorhanden, überrascht dabei immer wieder.

Manchmal kommt noch etwas dazu, Worte, Töne oder eine Zutat ins Wasser, oder die Umgebung mischt mit, wenn ich irgendwo in der Pampa trommle, was mir am liebsten ist.
Meine Rahmentrommel passt gerade noch ans Beinschild der Vespa, und ich fahre damit an nicht allzuferne Orte, an denen ich unbeschrien werkeln und lärmen kann, zumindest unter der Woche.

An der Mangfall und an der Isar fühlen sich die Wasseramseln von jeglichem Besuch angezogen. Das erste Mal staunte ich noch, als sich am Mangfallufer eine Wasseramsel nur wenige Meter neben mir niederliess und im Trommelrhythmus mitwippte, zumindest, solange ich es beobachtete.

Längst weiss ich, dass das ein Zeichen ihrer Beunruhigung ist – je wipp, umso aufreg – ich war halt ein Störer in ihrem Revier.


Wasseramsel an der Isar

Für daheim habe ich mir zum Bespielen eine Powwow- Trommel zugelegt. Sie hängt frei in einem Gestell, die zu bespielende Glasschüssel kommt drunter, man sitzt bequem davor, hat es trocken, warm und unbeschrieen sowieso.

Das betrommelte Wasser muss nicht unbedingt etwas 'werden', keine Medizin xy, ich mache es einfach gern. Inzwischen kann ich es aber ganz gut und weiss unmittelbar für was oder wen es gut ist und meine Steine lerne ich dabei auch immer umfassender.

Eine gelungene Essenz bewahre ich in dunklen Fläschchen auf, verschüttle sie eventuell noch zu einer Potenz, benetze Globuli damit, mische es in einen anderen Ansatz... Das ergibt sich.

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