Dienstag, 17. Juli 2018


Die Wiederholung der Doku
Glyphosat in der Landwirtschaft

läuft grad auf ARTE.
(Link geht zu youtube).

Harte Kost...

Sonntag, 15. Juli 2018

Zaunwinden- Medizin


Ich habe nun Rückmeldungen: Die Zaunwinde kommt nicht mehr zum Blühen und breitet sich auch nicht weiter aus.
Hier nochmal das Rezept:

Das Mittel besteht aus Calystegia sepium C6 und Vivianit D200 und/oder Ferrum phos. D200.

Vivianit gibts im Mineralienhandel, die Potenz kann man selbst herstellen oder machen lassen, von einer Apotheke oder radionisch (viele Heilpraktiker haben ein entsprechendes Gerät).

Zur Herstellung der CalystegiaUrtinktur (aus der die C6 hergestellt wird) zerkleinert man eine Winde inklusive Wurzelanteil mit einer Keramik- Klinge und zieht sie mindestens 24 h in hochprozentigem Alkohol aus (>40%). 
Der Pflanzenansatz verströmt reichlich Ethylen, d.h. es riecht räumeweit nach faulen Äpfeln, wenn man nicht draussen arbeitet.

1 Tropfen der Lösung C6 werden mit ca. 10 Globuli Fe. phos/Vivianit. in rund 10l Wasser aufgelöst und kräftig verrührt mit einem Holzstecken.
Es wird täglich eine kleine Menge davon mit dem Giesswasser ausgebracht. Dazu das Wasser im Eimer kurz frisch aufwirbeln und ein Schwapps davon in die Giesskanne. Das Wasser kann abgedeckt stehenbleiben, bis der Eimer leer ist.
Es kommt nicht auf die genauen Mengen an, nur auf das ungefähre Verhältnis.

Die Winde explodiert anfänglich im Wachstum (also nicht erschrecken, das ist die Wirkrichtung), erschöpft sich aber eben darin, laugt aus ohne zu fruchten und stirbt ab.

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Dann bekam ich noch einen weiteren Tip für Bastler: Die Pflanze vom Stängel wickeln und andersherum wieder aufwickeln soll dazu führen, dass sie abstirbt.

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Wie viele Würger (Mondpflanzen) umschlingt die Winde ihre Stützen i.d.R. gegensonnenläufig (linksrum).

In Zeitraffer- Aufnahmen ist zu sehen, wie der Spross sich ab einer bestimmten Höhe seitwärts neigt und eine Art Suchbewegung durchführt, um sich selbst kreisend, während er weiterwächst.

Berührt das findige Köpfchen einen aufrechten Stängel, wird dieser auserkoren, oder auch: zu seiner künftigen Funktion verdammt;
jedenfalls umgehend zum Objekt der Stütze ihres Wachstums in die Höhe bzw. lichtwärts gemacht, wobei die Winde nicht nur vom vorbereiteten Boden um dessen Wurzelmilieu herum profitiert, sondern ihn nach und nach verschattet mit den eigenen Blättern und Sprossen.

Man schaue sich dieses Bild gut an :)

Montag, 2. Juli 2018


WD Storl hat seinen Vortrag
Ursprung und Weg des Menschen hochgeladen.

Dienstag, 26. Juni 2018

Maisologie


Man kann über den Isarwinkel (und andere Flusstäler der Voralpen) sagen was man will – es stimmt alles – aber zumindest ist da nirgends Platz für den Maisanbau. In der Schotterebene hat er längst das Ausmass zweiter Wälder, oder eher Wüsten angenommen.

Bei meinen Wanderungen vermeide ich inzwischen, an einem Maisfeld vorbeizukommen. Ich weiss nicht, was dort im Einzelnen für Cocktails gespritzt wurden, aber mir belegen sich sofort unangenehm die Schleimhäute.   
Der Eindruck ist nachhaltig und kehrt anderntags wieder aus den Nasennebenhölen und anderen Ecken, wo die Zahnbürste nicht hinreicht. Trotzdem queckt und ackerwindet es an diesen Turbozüchtungen, soweit vom Feldrand aus erkennbar. 

Hier wickelt sich um jeden Holm eine Winde. Vielleicht ist es ab einer bestimmten Höhe und Fruchtung egal für den Ertrag. Es gibt anscheinend mehr und mehr auch eine Monokultur der Ackerunkräuter, als Reaktion auf die totregulierte Nutzpflanze Mais, und die Winden sind nur ein Venus- Pluto- Zeiger für den Irrsinn der sog. Schwarmintelligenz, mal freundlich formuliert für instinktiven Opportunismus. 
Also einer Haltung, die die Welt konkurrent und durch die Brille der persönlichen Nutzens sieht und sich für die höchstmögliche Vorteilsnahme jeder Verhaltensart unterwirft, die diese sichern soll. 

Insofern ist es sinnlos, die Acker- oder andere Würgewinden bekämpfen zu wollen, egal ob mit Herbiziden oder mit Homöopathie. Ist sie doch Symptom, aber nicht Ursache, egal ob im eigenen Garten oder auf dem Feld. 

Man kann Homöopathie nicht anwenden wie Glyphosat. Letzteres hemmt und tötet die lebendige Entwicklung, die Homöopathie (z.B. Calystegia sepium/ Vivianit) geht rein in den Prozess des Wachstums und forciert den Wucher, die Eigendrehung, den Sog von Venus- Pluto. 

Wenn Pluto (eine Idee) nichts Lebendiges mehr in seinen (ihren) Bann ziehen kann, erlischt er (sie). Und deshalb wird er zuvor rabiat, erscheint übermächtig, lockt, droht, schmeichelt, verspricht, muss sich immer stärker ausbreiten und immer mehr Individuen einwickeln, siehe den Zentralismus der Agrarpolitik und der Saatgutgiganten. 
Sie leben von der Angst und Gier der Bauern, die nicht mehr zu ihrer Wahrheit und Scholle zu stehen wagen ("da kann MAN nichts machen") und entsprechend leicht fernzusteuern sind. So wenig Selbst BEWUSSTSEIN, wo doch die Welt von ihrer Arbeit abhängt. Nicht nur ertragstechnisch, sondern auch qualitativ.

Es gibt ja immer wieder welche, die es anders machen und denen ihre bäuerliche Handlungsfreiheit kostbarer ist als der Gewinn, den sie damit erzielen. Der ist eventuelle Folge, aber nicht die Ursache. 

Auch das ist eine Haltungsfrage. Das nie Dagewesene riskiert immer den Bestand und die Kuschligkeit des Bisherigen. Gelingt ihnen die Eigenständigkeit, werden sie nachgeahmt, vom gleichen Schlag Schwarmtier wie oben beschrieben.
Vom Boah weg uninspiriert scrollt es sich durch bewährte Vorlagen und scheut jeden Alleingang oder eine einsame Opposition, wo nötig.
Deshalb wird das auch meist nichts mit einem Betrieb (nicht 'Hof', gell), der nun das Bapperl "Bio" tragen soll statt "konventionell", natürlich aus wirtschaftlichen Erwägungen.
Es fehlt die Leidenschaft der eigenen Vision jenseits von Zertifikaten und Etikettierung.
Den Sinn für den Lebens- Wert ihrer Arbeit hat es sich abkaufen lassen, den fürs Geld dafür hochentwickelt.

Jeder kennt das: Wer dem Zauber der Materie (=Stiervenus) erlegen ist, strebt nach immer mehr (Geld, Besitz, Absicherung...), auch Gier genannt. Und er kann ab einem bestimmten Punkt – hier setzt die Eigendrehung an – immer weniger damit anfangen (=Mars). Dann grüsst täglich das Murmeltier, oder Jahr für Jahrzehnt, bis ins Hemd ohne Taschen. Das Messie-Syndrom in sozial anerkannter Ausprägung.

Gut, es geht mich nicht wirklich was an, solange ich mich fernhalten kann von diesen Strukturen. Und das kann ich natürlich nicht. Sich raushalten, sie nicht mehr füttern allein ist auch noch kein schöpferischer Akt, der etwas lösen könnte, aber (für mich) Vorausetzung, ein Leben führen zu können, das sich nicht an die herrschende Normalität bindet.

Montag, 25. Juni 2018

Ethnographisches zum Edelweiss


Mythos Edelweiss: zur Kulturgeschichte eines alpinen Symbols (pdf),

(eigener Text gelöscht wg. Irrelevanz :)

Freitag, 15. Juni 2018

den hellhäutigen Radlern


Die üblichen Sonnenbrand- gefährdeten Stellen kennt ja jeder aus Erfahrung: Glatze, Nase, Augenpartie, Nacken, Schultern... 'Sonnenterrasse' ist alles, was annähernd horizontal zum Himmel gelegen ist. Gern vergessen werden bei gewohnheitsmässigen Flipflop- Trägern und Barfussläufern die Fussrücken, sowie die Unterarme und Handrücken bei Vielradlern, die keine Handschuhe tragen.

Ich möchte auf eine besondere Stelle hinweisen, nämlich den obenliegenden Hautbereich zwischen Daumen und Zeigefinger, der beim Griff um den Lenker nicht nur stark exponiert ist, sondern auch die ganze Zeit gedehnt wird. 

Einfach mal draufschauen und/oder sorgsam sunblocken, grad die Älteren unter uns – das ist eine der bevorzugten Stellen, an denen die Hautärzte im Alter das Messer ansetzen.